Wie finden Menschen heute Unternehmen, Produkte und Dienstleistungen? Welche Rolle spielen Suchmaschinen, KI-Antworten und digitale Assistenten dabei? Mit diesen Fragen möchte ich mich hier in der nächsten Zeit beschäftigen.
Ich bin Alexander Tsambasis. Auf diesem Blog werde ich Beiträge und Berichte rund um Online-Marketing veröffentlichen. Dabei geht es mir darum, Entwicklungen verständlich einzuordnen und zu zeigen, welche Fragen Unternehmen sich dazu stellen sollten.
SEO: Sichtbarkeit beginnt mit den Grundlagen
Bei der Suchmaschinenoptimierung geht es darum, wie Websites gefunden werden und welche Rolle Technik, Inhalte und Nutzerbedürfnisse dabei spielen. Ich werde diese Grundlagen ebenso aufgreifen wie ihre Verbindung zur Suche mit generativer KI.
GEO, GAIO, AEO und weitere Begriffe einordnen
Rund um die Sichtbarkeit in KI-Antworten begegnen uns viele Bezeichnungen: GEO (Generative Engine Optimization), GAIO (Generative AI Optimization), AEO (Answer Engine Optimization), LLMO sowie AIO, KI-SEO und AI SEO. Ich möchte erklären, was jeweils dahintersteckt, wo sich die Ansätze überschneiden und wo unterschiedliche Schwerpunkte oder schlicht andere Namen gemeint sind.
Im Mittelpunkt steht dabei die praktische Frage: Wie können Unternehmen ihre Inhalte verständlich, auffindbar und als nachvollziehbare Quellen aufbereiten? Dazu werde ich auch die Hinweise der Suchanbieter zur KI-Suche einordnen und gängige Versprechen kritisch prüfen.
Agentic Commerce: UCP, ACP, AP2 und x402
Wie verändern KI-Agenten die Produktsuche und Kaufprozesse? Neben den Möglichkeiten für Händler und Dienstleister werde ich auch die technischen Grundlagen behandeln. Dazu gehören unter anderem:
- UCP – Universal Commerce Protocol: Schnittstellen für Handelsabläufe zwischen Plattformen, Agenten und Unternehmen.
- ACP – Agentic Commerce Protocol: der Austausch von Produktdaten für die Produktentdeckung sowie die Zusammenarbeit beim Kaufabschluss.
- AP2 – Agent Payments Protocol: überprüfbare Freigaben für Käufe und Zahlungen durch Agenten.
- x402: programmatische Zahlungen für digitale Angebote auf Basis des HTTP-Statuscodes 402.
Diese Protokolle übernehmen unterschiedliche Aufgaben. Ich möchte zeigen, wie sie zusammenspielen können, welche weiteren Standards relevant werden und was Unternehmen davon tatsächlich brauchen.
Konkrete Entwicklungen: ChatGPT, Qwen, Zalando und Mastercard
Zu den Grundlagen kommen Beispiele aus dem Markt. An ihnen möchte ich zeigen, wie sich Agentic Commerce entwickelt und welche Fragen sich für Unternehmen daraus ergeben:
- ChatGPT und Instant Checkout: OpenAI hat im März 2026 einen stärkeren Fokus auf Produktentdeckung und Händler-Checkouts angekündigt. Diesen Strategiewechsel und seine Folgen für die Anbindung von Onlineshops werde ich einordnen.
- Alibaba und Qwen: Alibaba verbindet die Qwen-App in China mit den Produktkatalogen von Taobao und Tmall. Laut Ankündigung vom Mai 2026 können Nutzer im Gespräch Produkte vergleichen, bestellen und Lieferungen verwalten. Ein Beispiel dafür, wie Beratung und Kauf näher zusammenrücken.
- Zalando und UCP: Google nennt Zalando als Unterstützer des Universal Commerce Protocol. Mich interessiert, welche konkreten Anwendungen daraus entstehen und was davon für Händler und Kunden in Deutschland nutzbar wird.
- Mastercard Agent Pay: Mastercard entwickelt eine Zahlungsinfrastruktur für registrierte KI-Agenten, die mit tokenisierten Zahlungsdaten arbeiten. Hier werde ich insbesondere Freigaben, Vertrauen und die Einbindung in bestehende Bezahlprozesse betrachten.
Dabei werde ich zwischen Ankündigungen, Pilotprojekten und tatsächlich verfügbaren Funktionen unterscheiden. Für die Praxis zählt, was in welchem Markt nutzbar ist und welche Voraussetzungen ein Unternehmen erfüllen muss.
Eine ergänzende Perspektive bietet der Gastbeitrag von John Muñoz bei Handelsblatt Live zur Vorbereitung des Marketings auf Agentic Commerce. Fragen zu Produktdaten, neuen Vertriebskanälen und der Kontrolle von Käufen werde ich hier ebenfalls aufgreifen.
Ergänzend wird es Einblicke in Werkzeuge geben, mit denen sich Sichtbarkeit und Website-Daten untersuchen lassen. Mein Ziel sind nachvollziehbare Erklärungen und praktische Anregungen für dein Unternehmen.
Die ersten Beiträge folgen in der nächsten Zeit. Ich freue mich, wenn du wieder vorbeischaust.
Alexander Tsambasis